Immer mehr Senioren lernen Englisch – Tausenden war Blooming Late von Elizabeth Grünbaum eine Hilfe – ein Lehrwerk aus dem Allgäu

Blooming Late ist ein ganz spezielles Englisch-Lehrwerk für die Generation 50-Plus. Mit diesem Lehrbuch lernen ältere Menschen Englisch in gemütlichem Tempo und ohne Stress. Sie müssen nicht alles überkorrekt sprechen und schreiben. „Keep it simple“, also alles möglichst einfach halten, lautet die Devise.

Blooming Late wurde von einer Engländerin für Senioren konzipiert, weil es an geeignetem Lehrmaterial fehlte. Für diese Lerngruppe war das herkömmliche Lernmaterial kompliziert und unübersichtlich: zu ausführliche und komplexe Darstellung der grammatischen Strukturen, zu umfangreicher Lernstoff, wenig seniorengerechte Themen und Vokabeln. Dagegen hat sich Elizabeth Grünbaum mit Blooming Late an den besonderen Lernbedürfnissen der Senioren orientiert.

Der Sprachkurs entstand zwischen 1989 und 1992 an der VHS-Kaufbeuren, wo sie eine Klasse mit achtzehn Senioren unterrichtete. Im Unterricht wurde der neue Lernstoff ausprobiert, wo notwendig ergänzt. Wichtige Alltagsthemen älterer Menschen – Enkelkinder, Hobbys, Krankheiten, Reisen, Urlaubserlebnisse, Kindheitserinnerungen – wurden im Gespräch mit den Teilnehmern in Erfahrung gebracht und anschließend der nächste Dialogtext mit einfachen Bildern vorbereitet. Diese Herangehensweise wiederholte sich in Variationen Woche für Woche. Die Erfahrungen aus dem Unterricht haben den Lehrstoff von Blooming Late entscheidend geprägt, der aber auch den wissenschaftlichen Kenntnisstand wiederspiegelt.

Dr. Marion Lehnert, Expertin für generationenübergreifendes Lernen und Altenbildung am Lehrstuhl für Erwachsenenpädagogik an der Universität Leipzig erklärt: „Lernen funktioniert nur mit Motivation. Alte Menschen lernen anders als jüngere, aufgrund ihrer größeren Erfahrung, aber nicht schlechter, nur langsamer. Sie brauchen noch stärker einen klaren Anwendungsbezug.“

Diesen „Anwendungsbezug“ bietet die Methode von Blooming Late, die Zeichnen, Mienenspiel, gedächtnisstützende Wiederholung und Dialog kombiniert. Dabei wird die Grammatik einfach gehalten und im Hintergrund belassen. Der Wortschatz bleibt überschaubar und seniorengerecht, das Lerntempo ist der Zielgruppe angepasst. Das ganze Konzept vermittelt den Teilnehmern das Gefühl: „Ja, ich schaffe das!“ Der Erfolg: Kaum ein Kursteilnehmer gibt auf. Das berichten Blooming-Late-Lehrkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet.

Westdeutscher Rundfunk in der Sendereihe: In unserem Alter – Senioren lernen Fremdsprachen (November 2003):
„Was Unterrichtsmaterialien und Lehrmethoden angeht, da ist die eingangs vorgestellte  Blooming-Late-Methode aber noch die absolute Ausnahme. Da hinken die Verlage, hinken die Universitäten, hinkt die Erwachsenenpädagogik in Deutschland zurzeit meilenweit hinterher."

Christ und Bildung: Neue Wege der Erwachsenenbildung (Februar 2000):
„Wenn Bildung als Selbst-Bildung zu verstehen ist, hier in diesem Lehrwerk geschieht sie; das Geheimnis von Blooming Late ist die Freude am Lernen ohne Angst, die Freude darüber, dass man keineswegs zu alt ist, einfach weil es Spaß macht! Für Lehrer aller Schularten, einschließlich der von Hoch- und Volkshochschulen, gibt es in Elizabeth Grünbaums Büchern eine Menge zu lernen, vor allem dies: a) Lernen geschieht im Dialog, b) Freude ist die beste Motivation und c) Es gibt keine Altersgrenze fürs Lernen.“ (Prof. Dr. Johannes Hampel – Sozialpädagogik, Universität Augsburg)